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Wiedereröffnung der Christuskirche am 7.9.2008


Blick in den Kirchraum

Feierliche Wiedereröffnung der Christuskirche Eimsbüttel

 

Am Sonntag, dem 7. September wurde die älteste Kirche Eimsbüttels, die Christuskirche an der Fruchtallee, in einem Festgottesdienst mit Bischöfin Maria Jepsen wiedereröffnet. Nach knapp einjähriger Bauzeit hat die Christuskirche damit wieder ihre Türen für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Unter Leitung der Architekten Matthias Schmidt und Nicole Stölken erfuhr die Kirche eine grundlegende Innenrenovierung. Die ursprüngliche Backsteinfassade im Innenraum wurde wieder freigelegt. Fussboden, Heizung, Beleuchtung und Tonanlage wurden erneuert und auch der Altarbereich wurde neu gestaltet.


Die Orgel

 Die Beckerath-Orgel musste im Zuge der Innenrenovierung  ausgebaut werden und konnte jetzt wieder neu eingebaut und instand gesetzt werden. Ihren vollen Klang wird die Orgel bei Konzerten und Gottesdiensten entfalten können. Und in Zukunft werden die früheren Glocken der  entwidmeten Bethlehem-Kirche im Turm der Christuskirche erklingen und die Gemeinde zum Gottesdienst einladen.


Neue Fenster

Nach außen hin sichtbar sind schon seit einiger Zeit die künstlerisch neu gestalteten Kirchenfenster, die mit einem eindrücklichen gelben Farbton nach innen und außen lichtvoll wirken. Architekt Matthias Schmidt hat diese Fenster entworfen und die renommierte Firma Glasmalerei Peters aus Paderborn hat die Arbeiten ausgeführt.


Der Kirchenvorstand zieht ein zum Gottesdienst

Am 21. Januar 1886 wurde nach mehrjähriger Bauzeit der erste Gottesdienst in der Eimsbütteler Christuskirche gefeiert. Nachdem die Kirchengemeinde Eimsbüttel 1882 von der Muttergemeinde Eppendorf gelöst und selbständig geworden war, wurde der bekannte Berliner Kirchenarchitekt Johannes Otzen mit dem Bau einer Kirche im neugotischen Stil beauftragt. Dieser Kirchenbau im Stil der Backsteingotik erlitt während des Zweiten Weltkrieges massive Bombenschäden. Das nördliche Querschiff, das Chorgewölbe und Teile des Gewölbes im Hauptschiff der Kirche stürzten ein. In den Jahren 1952-53 wurde die Christuskirche in stark vereinfachter Form wieder aufgebaut. Das Kirchenschiff hatte nicht mehr seine ursprüngliche Höhe, der Altarraum wurde wesentlich verkleinert und die innere Backsteinfassade wurde mit einem Farbanstrich übermalt.


Kirchenseite zum Gemeindehaus hin, Durchgang zum Kirchencafé

Die jetzt 2007/2008 erfolgte Renovierung im Innenraum macht erhalten gebliebene Teile des Gewölbeansatzes wieder sichtbar, die bisher hinter einer abgehängten Decke verborgen waren. Die Kirche wirkt jetzt wieder höher und heller, und die Backsteinarchitektur kommt in beeindruckender Weise wieder zur Geltung.


Bischöfin Maria Jepsen während der Predigt

Bischöfin Maria Jepsen sagte in ihrer Predigt beim Eröffnungsgottesdienst: „Wir brauchen geöffnete Kirchen, geöffnete Räume der Stille und der Gottes- und Christusnähe. Dass die Christuskirche nun wieder geöffnet ist, das ist ein Grund zur Freude.“