Nachrichten

Hier die ersten Bilder des Testlaufs des Projekts "Zeichen setzen", zum 30jährigen Jubiläums der Wiedereinweihung der Apostelkirche.
Eingestellt am: 13.04.2012

mehr...

alle anzeigen

Gottesdienste

Freitags um 19:30 Uhr: Die Vesper - gesungenes Abendgebet

mehr...

jede Woche aktuell: Musik im Gottesdienst und das nächste Konzert der Kirchenmusik

mehr...

alle anzeigen

Veranstaltungen

26.05.12 15:00 Uhr: Glaubensatelier zu Pfingsten

mehr...

alle anzeigen

Kirchenmusik

26.05.12 17:45 Uhr: Choralblasen vom Turm der Christuskirche

mehr

alle anzeigen

Spendenprojekte

Unterstützen Sie den Freundeskreis der Kirchenmusik

mehr...

alle anzeigen

Gedenkrundgang zu Opfern des Nationalsozialismus 2011


Rundgang zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

 

Am Sonntag, dem 6. November, haben wir in der Apostelkirche morgens im Gottesdienst einiger Menschen gedacht, die Opfer der Nationalsozialisten geworden sind. Und wir haben davon gehört, dass einige davon ein weiteres Mal Opfer geworden sind, durch Verrat ihrer Mitmenschen. Andererseits gab es aber auch solidarisches Verhalten z.B. durch die Württembergische Pfarrhauskette, die jüdische Familien versteckt hielt.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst sind noch zirka 30 Personen zu einem mittlerweile traditionellen Gedenkrundgang in Eimsbüttel aufgebrochen. Ziel waren drei Stolpersteine, die zeigen, wo Menschen gewohnt oder gearbeitet haben, die gewaltsam deportiert worden sind.

 


Unser erstes Ziel war der Hellkamp 31. Kirchenvorsteherin Astrid Barth hat einen Text verlesen, der das Leben von Philipp und Henriette Lehmann skizzierte. Die beiden haben seit 1912 in dem Haus gewohnt. Beide waren Mitglieder der jüdischen Gemeinde. 1936 wurden sie gezwungen, ihre Wohnung zu verlassen und in ein „Judenhaus“ am heutigen Großneumarkt zu ziehen. Am 6. Dezember 1941 wurde das Ehepaar Lehmann ins Konzentrationslager bei Riga verfrachtet. Niemand hat mehr etwas von ihnen gehört.

 


Am selben Tag wurde die Lehrerin Olga Beschütz mit 752 anderen Menschen nach Riga deportiert. Sie arbeitete ab 1926 an der Volksschule Schwenckestraße 100. Auch daran erinnert ein Stolperstein, neben dem Astrid Barth einen erklärenden Text vorgetragen hat. Im Lehrerverzeichnis von 1935/36 tauchte der Name Olga Beschütz schon nicht mehr auf. Auch von ihr hat nach dem Transport nach Riga niemand mehr etwas gehört. Am 8. Mai 1945 wurde sie für tot erklärt.

 

Claudia Brand


 

 

Ein Gesteck mit Textblatt erinnert daran, dass wir bei unserem Rundgang dort Station gemacht haben.